So entfernt ihr das orange Ausrufezeichen bei deaktivierter Cloud
Es ist legitim, seine Privatsphäre schützen zu wollen: Wer den „cloudbasierten Schutz“ und die „automatische Übermittlung von Beispielen“ im Windows Defender deaktiviert, tut das meist ganz bewusst, um den eigenen Datenfluss Richtung Microsoft zu minimieren.
Windows quittiert diese Entscheidung jedoch mit permanenter Penetranz. Ein oranges Ausrufezeichen anstatt dem grünen Pfeil vermittelt: „Du bist gefährdet!“.
Wer dann hoffentlich auf „Verwerfen“ klickt (was per Benutzerkontensteuerung bestätigt werden muss, das einfache aktivieren allerdings nicht, FU Microsoft!), hat für ein paar Tage Ruhe. Bis zum nächsten Signatur-Update…
Der Registry-Fix
Über die Registry-Policies zwingen wir das System, die Deaktivierung als korrekten Soll-Zustand zu akzeptieren, wodurch die Warnung erlischt:
- Im Pfad:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender - Neuen Schlüssel Namens:
Spynet
erstellen. - Darin zwei DWORD (32Bit) anlegen:
SubmitSamplesConsent-> Wert auf 2SpyNetReporting-> Wert auf 0
(Neustarten -> Ausrufezeichen müsste weg sein)
Was hat das gemacht?
Es weist das Betriebssystem an, per Gruppenrichtlinie (Policy), dass „Submitsamples“ deaktiviert wird, und das Standard so in Ordnung ist sowie das „Reporting“ nie stattfinden soll, und auch das Standard sein soll, womit die Prüfung durch WindowsDefender erkennt: ahja, alles OK, ich mach kein Ausrufezeichen mehr.
„Kontrollieren“ kann man das, indem man in die Einstellungen des Security-Centers geht und unter -> „Einstellungen für Viren- und Bedrohungsschutz“ jetzt zwei Einträge sind, die „vom Administrator verwaltet“ werden und jetzt nicht mehr änderbar sind.
Das ganze ginge auch per Gruppenrichtlinie in der Win11Pro-Version.
Der Haken an der Sache: Diese Methode funktioniert aktuell tadellos. Es bleibt jedoch das typische Microsoft-Risiko: Sollte Redmond mit einem zukünftigen „Feature“-Update beschliessen, diese Richtlinien nicht mehr zu beachten, muss der User wieder aktiv werden. Danke MS für gar nichts.

